Die Glatze – unerwünschte Last oder modernes Statussymbol?

veröffentlicht am 26. April 2016 in Allgemein von

Bereits zu damaliger Zeit war eine sogenannte Glatze ein Zeichen für den natürlichen Alterungsprozess eines Menschen. Bekam derjenige eine Glatze bezeichnete man ihn als Alt, zeitgleich als Weise. Die besten Jahre waren vorbei und der Verwesungsprozess setzte ein, – zumindest verstand man das so. Allerdings kamen mit den Jahren aber Gott sei Dank auch weiter führende Erkenntnisse. Etwa die, dass beispielsweise auch medizinische Gründe als Ursprungsfaktor in Frage kommen könnten. Demnach gibt es aber tausende Gründe für einen derartigen Haarausfall, diese wurden jedoch damals stets so hingenommen wie sie eben waren. Heute versuchen wir dagegen anzukämpfen, denn nicht selten kommt es vor, dass der lästige Haarausfall bereits in jungen Jahren auftritt. Gehen wir nur einmal in die Drogeriemärkte oder Apotheken, uns fallen duzende Lösungsvorschläge in die Hände und alle enthalten dasselbe Ziel: Den Haarausfall stoppen und erfolgreich bekämpfen. Doch nicht immer ist eine Glatze auch unerwünscht. Aus modischer Sicht gesehen kann gesagt werden, dass einigen Männern eine Glatze auch durchaus stehen kann. Die Lösung für eine Glatze finde man demnach im nächsten Friseursalon oder aber mithilfe des heimischen Rasierapparates.  Selbstverständlich kann ziemlich sicher gesagt werden, dass dieser Trend weitgehend von den Männern nachvollzogen wird, weniger von den weiblichen Kontrahenten.

Bezeichnung Glatze:

 

 

Grundsätzlich bedeutet eine Glatze die kahle Oberhaut eines Kopfes. Diese beginnen meist mit den so genannten Geheimratsecken, auch kreisrunder oder systematischer Haarausfall genannt. Nun, noch immer ist du Ursache für einen Haarausfall nicht zu einhundert Prozent aufgeklärt, noch immer stehen selbst Wissenschaftlich vor einem Rätsel. Immer wiederkehrende Ursachen jedoch können auf die meisten Patienten, wenn man diese denn so nennen darf, übertragen und eindeutig diagnostiziert werden. Gesundheitliche Probleme, Stress, ein hektischer und ungesunder Lebensstil – die Ursachen sind unterschiedlicher denn je.

Ursachen und Gründe von Glatzen

1.) Modische Aspekte

Was zu früheren Zeiten ein Zeichen des fortgeschrittenen Alters galt, ist heute ein weit verbreiteter Trend. Längst hat die Glatze den Ruf des alten Mannes verloren und gilt nach heutiger gesellschaftlicher Norm sogar als Statussymbol.

 

Statussymbol für Macht, Stärke und Männlichkeit. Das typische Bild von Kampfsportlern oder Bodybuildern zeigt dies deutlich. Auch hochrangige Geschäftsleute tragen immer häufiger bewusst und beabsichtigt einen kahlen Kopf. Dass dieser modische Trend bei breiten Schichten der Bevölkerung ankommt, beweisen mittlerweile zahlreiche Studien. Menschen mit einem kahlen Kopf werden oft mehr respektiert, anerkannt und als Führungspersönlichkeit eingestuft, wohingegen Personen mit normaler Frisur deutlich schlechter abschnitten und eher nicht als stärkere Persönlichkeit eingestuft wurden.

 

Erfolg und Macht werden heutzutage durch das Tragen einer Glatze symbolisiert. Auch bekannte männliche Models tragen immer häufiger diesen Look und werden als selbstbewusst, sexy und attraktiv eingestuft. Kein Wunder also, dass sich immer mehr männliche Personen diesem Trend anschließen wollen. Wer sich mit diesen Eigenschaften identifizieren möchte, verleiht sich mit einer trendigen Glatze den gewissen Ausdruck und das Auftreten eines erfolgreichen Mannes.

Die Macht der Gedanken und Vorstellungen kann bekanntlich einiges bewirken.

2.) Erblich bedingte Ursachen

Das Thema der erblichen Veranlagung war lange Zeit hart umstritten. Wissenschaftler behaupteten, den Grund für Haarausfall im Erbgut gefunden zu haben. Dass dem nicht unbedingt so ist, beweisen zahlreiche Studien, beispielsweise die Haarausfall-Studie ZGD GmbH. Erblich bedingten Haarausfall konnten diese und andere Studien bereits erfolgreich wiederlegen. Die Gründe für Haarausfall aus erblicher Sicht sei einzig und alleine das Erbe gewisser Angewohnheiten und Lebensweisen, welche letztlich zu Haarausfall führen.

Alles was also vererblich ist, ist die Art und Weise, unser Leben zu führen, die Ernährung und ungesunde, krankmachende Angewohnheiten. Die Tatsache, die Schuld in unserem Erbgut zu suchen, ist also eher als Ausrede der eignen Schwächen und Fehler zu betrachten.

3.) gesundheitliche Ursachen 

Natürlich lassen sich Glatzen als Folge von Haarausfall auch durch gesundheitliche Probleme erklären

Die Studie zeigt, dass Menschen mit einer ungesunden Ernährung und stressiger Lebensweise diese Lebenseinstellungen meist an ihre Kinder weitergeben. Auch das Suchtpotenzial, etwa das Rauchen von Zigaretten oder das Trinken von Alkohol, kann an die Kinder weitergegeben werden. Mineralstoff, – Nährstoff, – und Vitalstoffmangel sind die Folgen unserer ungesunden heutigen Lebensweise. Auch unser Verdauungstrakt und die Darmflora können durch gewisse Lebensgewohnheiten gestört werden und unseren Körper übersäuern.

 

Das verwenden herkömmlicher Haarpflegeprodukte spielt nicht zuletzt auch eine Rolle in unserer Lebensweise.

 

Auch unser Hormonhaushalt spielt eine große Rolle beim Haarwachstum. Das innere Gleichgewicht kann durch Stoffwechselprobleme gestört werden. Haarausfall bedeutet natürlich nicht gleich, an Krebs erkrankt zu sein. Bekanntlich lassen medikamentöse Einnahmen oder eine Chemotherapie die Haare ausfallen. Die Schilddrüsen in unserem Körper spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Bei der sogenannten Schilddrüsenüberfunktion kann sich das Haarwachstum einschränken. Auch die Leber, welche Schad- und Giftstoffe aus unserem Körper filtert und diesen reinigt, hat eine übergeordnete Funktion. Wer also regelmäßig Alkohol und Zigaretten konsumiert, riskiert eine Leberschädigung. Dies ist meist in jungen Jahren weniger zu erkennen, da der junge Körper durch andere Funktionen die Probleme auszugleichen weiß. Mit dem Alter jedoch machen sich die Schädigungen der ungesunden Lebensweise bemerkbar und es kommt unter anderem zum Haarausfall.
Natürlich kann es auch direkt ein Problem mit der Kopfhaut oder den Haaren geben. Zum Beispiel bei einer Kopfhauterkrankung, etwa krankhafte Schuppenbildung. Auch Haarläuse, welche nicht behandelt werden, können zu Haarausfall führen. Dies ist jedoch in unserer Zeit eher selten ein Grund, denn Läuse und ähnliches lassen sich medikamentös schnell behandeln.

4.) Psychisch bedingter Haarausfall

Unsere Psyche ist ein noch nicht ausstudierter Bereich, wenn wir nach Antworten auf mögliche Ursachen für Krankheiten und Haarausfall suchen. Dennoch kann gesagt werden, dass Haarausfall durchaus auch psychische Ursachen haben kann. Frauen beispielsweise, deren Hormonhaushalt sich während der Schwangerschaft verändert, leiden im Anschluss häufig an Wochenbettdepressionen und verlieren Haare. Dies führt zwar nicht häufig bis zur Glatze, kann aber eine Frau psychisch sehr belasten. Auch übermäßig viel Stress oder Depressionen können zu  psychisch bedingtem Haarausfall führen. Wie diesem vorgebeugt werden kann, liegt auf der Hand. Auch hier muss zunächst an den Quellen der Ursache gearbeitet werden und Stress und Hektik so gut es geht aus dem Alltag verbannt werden.

5.) kulturelle Aspekte

In einigen Kulturen und Ländern ist das rasieren einer Glatze üblich und wird bereits in jungen Jahren absichtlich vollzogen. Dies hat keine modischen, sonder religiöse Gründe. Im Buddhismus gilt das rasieren der Glatze als Tradition und soll helfen, sich und seinem Körper  bzw. der Natur näher zu sein.

Auch die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppierungen, etwa Skinheads oder Motorradgangs, können ein Grund für den Zwang für eine rasierte Kopfhaut sein.

Der Entstehung von Glatzen effektiv vorbeugen

Der Entstehung von Haarausfall kann heutzutage durch vielerlei Möglichkeiten effektiv und langfristig vorgebeugt werden.

1.) gesunde Ernährung

Bei der Entstehung von Haarausfall ist eine nährstoffarme Ernährung durchaus mitbeteiligt. Zwar ist eine ungesunde Ernährung nicht der Hauptgrund für Haarausfall, sicherlich aber ein großer Faktor bei dessen Entstehung. Die Auswirkungen ungesunder Ernährung lassen unseren Körper dann sichtbar leiden. So auch durch Haarausfall, welchen wir sichtlich bemerken. Ernährung kann außerdem nachweislich Einfluss auf bestimmte Krankheiten oder Fehlfunktionen haben. Wer die Ursachen seiner Erkrankung erfolgreich bekämpft, kann auch die Folgen dadurch langfristig verhindern. Beispielsweise kann eine fleischlose oder gar vegane Ernährung den Körper von Schadstoffen reinigen und so auch Haarausfall vorbeugen. Auch auf die Wahl von Getränken sollte zukünftig geachtet werden. So können zuckerhaltige, künstliche Getränke den Glucose Spiegel stören (ähnlich wie bei Diabetes) und Haarausfall verursachen.

2.) Pflegeprodukte wechseln

Herkömmliche Haarpflegeprodukte und Duschgels können Giftstoffe und schädliche Substanzen beinhalten. Daher ist es wichtig, sich mit dem Inhalt von Shampoo und Duschgel näher zu befassen und beispielsweise darauf zu achten, dass diese aluminiumfrei sind. Propyläen Glykol oder Parabene können ebenfalls in Shampoos enthalten sein. Diese erzeugen nachweislich bestimmte allergische Reaktionen oder gelten sogar als krebserregend. Auch bestimmte Sulfate und Duftstoffe werden häufig in unseren Reinigungsmitteln verwendet. Diese lösen ebenfalls Allergien aus und sind in vielen Kosmetikartikeln enthalten. Wimperntusche, Make-up, Bodylotions oder Cremes werden mit vielen dieser Stoffe versehen. Verbrauchen achten üblicherweise nicht darauf, da diese unübersichtlich und nicht erklärlich aufgedruckt werden. Außerdem werden allergische Reaktionen, wie beispielsweise jucken oder Schleimhautentzündungen, oft nicht auf bestimmte Pflegeprodukte zurückgeführt.

 

Wer sich mit biologisch hergestellten Pflegeprodukten beschäftigt, schränkt zwar die Auswahlmöglichkeiten an Produkten ein, tut aber in jedem Fall seinem Körper etwas Gutes. Auch bei speziellen Haarausfallprodukten sollte besser zweimal hingesehene werden, denn viele stellen sich als Quacksalberei heraus.

3.) Alltagsprobleme verhindern

Wer sich übermäßigem Stress und Hektik im Alltag aussetzt, kann und wird auf Dauer seinen Körper und seine Organe schädigen. Auch die Haut und die Haare werden zwangsläufig in Mitleidenschaft gezogen werden. Wer seine Lebensgewohnheiten erfolgreich ändert, wird dies an der Reaktion seines Körpers merken.

4.) Färben und blondieren vermeiden

Weitgehend bekannt ist auch, dass Chemikalien und andere Stoffe in Haarfärbemittel enthalten sind. Vor allem das Blondieren bleicht das Haar aus und schädigt dieses von Grund auf. Wer sehr feines und dünnes Haar hat, sollte daher seine Haare auf keinen Fall den Chemikalien von Blondierungen aussetzen. Auch zu häufiges Haare waschen kann die Kopfhaut empfindlich machen und Haarausfall begünstigen. Experimente und Studien zeigen, dass Menschen die sich ganz ohne Pflegeprodukte die Haare über einen längeren Zeitraum waschen, gesundes und kräftigeres Haar als andere besitzen.

5.) Mit Vitaminen nachhelfen

Durch bestimmte Ernährungs- und Lebensweisen nimmt der Körper teilweise nicht alle benötigten Vitamine und Mineralien auf, die dieser benötigt. So wird beispielsweise das lebensnotwendige Vitamin D durch die Sonne produziert. Menschen, die sich nicht oft an der frischen Luft in der Sonne  aufhalten, mangelt es demnach an diesem wichtigen Vitamin. Vor allem in den Wintermonaten ist hier eine Vitamin-D-Zufuhr in Form von Nahrungsergänzungsmitteln sehr sinnvoll.  Auch Magnesium, Calcium oder wichtige Mineralien werden nicht ausreichend über die Ernährung aufgenommen. Tabletten können hier nachhelfen. Wer sich bewusst ist, an welchen Zusatzstoffen es ihm mangelt, kann entweder durch eine Ernährungsumstellung oder per Zunahme von Vitaminpräparaten nachhelfen.

Hormonell bedingter Haarausfall – Die Einnahme von Finasterid

Finansterid ist das wohl bekannteste Medikament, das bei hormonell bedingtem Haarausfall angewandt wird. Dadurch wird ein bestimmter Blocker freigesetzt, der bestimmte männliche Enzyme stoppt. Ganz unbedenklich ist dieser Wirkstoff allerdings nicht und die Einnahme sollte gut überlegt sein. Die Wirksamkeit allerdings ist bewiesen. Finasterid kann vom Körper sehr gut ausgeschieden werden. Dennoch ist durch die Hormonblockierung mit Nebenwirkungen zu rechnen. Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken ist natürlich gering, aber dennoch vorhanden. Vor der Einnahme von Finasterid, generell vor der Einnahme von Medikamenten, sollte daher nach Alternativlösungen gesucht werden.

Gesunder Haarausfall – Haarausfall pro Tag

Von einem gesunden Haarausfall wird gesprochen, wenn der tägliche Haarausfall zwischen 70 und 100 Haare nicht übersteigt. Das klingt zunächst nach sehr viel, ist es aber nicht. Im Schnitt befinden sich auf dem Kopf zwischen 90.000 und 150.000 Haare. Der natürliche Haarausfall ist ein Prozess, der es ermöglicht, dass gesundes Haar nachwachsen kann. Haare sind von Natur aus totes Gewebe und wachsen ständig nach. Ähnlich wie Fuß- und Fingernägel. Totes Gewebe wird demnach irgendwann vom Körper abgestoßen und nicht mehr benötigt. Vor allem dann, wenn neues Haar bereits austreten möchte. Die neuen Haare verdrängen somit die alten und der Körper wirft diese ab. Ein ganz natürlicher Prozess, der keine Sorgen bereiten sollte. In der Regel fällt der Haarausfall  bei dunkleren und langen Haaren vermehrter auf als bei blonden oder kurzen Haaren. Das tägliche Bürsten der Haare schädigt also nicht, sondern entfernt nur Haar, dass ohnehin abgefallen wäre. Unsichere Personen können den Rupf-Test durchführen. Wer mit seinen Fingern leicht an seinen Haaren zieht und dabei gleich mehrere Haare in der Hand hält, sollte seine Lebenssituation überprüfen. Die Gefahr jedoch, vollständig eine Glatze zu bekommen, ist gering.

Haarausfall mit Wurzel – kein Nachwachsen mehr?

Diesem Irrglauben kann sicher widersprochen werden. Auch Haarausfall mit den Haarwurzeln kann behandelt werden und die Haare können wieder nachwachsen. Man spricht von einem diffusen Haarausfall, bei dem das Haar mitsamt den Haarwurzeln ausfällt. Diffuser Haarausfall kommt beispielsweise bei einer Chemotherapie vor. Fälle in denen die Haare nicht wieder nachwachsen, sind beispielsweise wenn die obere Hautschicht verbrannt wurde oder durch eine Narbe verletzt ist

Solange aber die Wachstumszellen im so genannten Wurzelbalg nicht beschädigt sind, wächst jedes Haar wieder nach.

Viele Arten von Haarausfall wurden genannt, dutzende Ursachen und zahlreiche Lösungen können in Betracht gezogen werden. Haarausfall in jungen Jahren ist sehr oft heilbar, man kann vorbeugend immer etwas tun, aber im hohen Alter ist er irgendwann nicht mehr zu vermeiden.
Diesen natürlichen Prozess müssen wir wohl als unvermeidbares Übel akzeptieren.

 


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